24. August 2017
Heute morgen erschrak ich mich, als ich Carlos nach dem Aufstehen begrüßen wollte. Auf seinem Kopf prangte eine riesige Zecke. Diese war am gestrigen Abend nirgends zu sehen und hat sich wohl in der Nacht vollgesogen. Ekelhaft!
Draußen ist mieses Wetter, ich bin mit Erkältung zu Hause und Nele zu Besuch.
Beim Aufbau war Carlos noch dabei, wurde aber kurz vor Beginn des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher auf meiner Arbeit abgeholt. Die laute Musik und der Trubel wäre für ihn zuviel gewesen. Erst in der letzten Stunde, wo viele Besucher wieder weg waren und das Bühnenprogramm aus lockerer Folk-Musik bestand, kamen meine Eltern mit ihm und Nele zu Besuch.
Nachdem in den letzten Monaten die schon immer etwas schwierige Kontaktfähigkeit von Carlos zu anderen Hunden sich verschärfte und er beinah jeden fremden Hund anging, machten wir im Laufe der letzten Woche gefühlt einige Fortschritte. Ich ließ Carlos nur noch unter kontrollierten Bedingungen in den ersten Kontakt. Die Ursachen für seine Aggressionen sind wohl in Ängsten und Unsicherheiten begründet. Angriff ist die beste Verteidigung.
Bisher war es so, dass sich die Aggressionen eher auf gleichgroße oder größere Hunde richtete. Im Park lernten wir vor kurzem den Welpen Sammy kennen. Carlos sprang direkt auf ihn an und ging immer wieder in Konfrontation mit dem kleinen süssen Sammy, was aber direkt unterbunden wurde. Nun führte ich mit Carlos eine neue Strategie durch und mit Geduld gepaart mit Sammy’s Neugier (er ging immer wieder auf Carlos zu) klappte es recht gut und letztendlich konnte Carlos von der Leine und es kam sogar zu einer Spielaufforderung.
Es bleibt noch ein weiter Weg, um Carlos weiter zu sozialisieren. Wir bleiben dran… 🙂